Dauer: 39'05"
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Die Körpersprache in der Kunst ist das Thema einer Ausstellung,
die'unter dem Titel "Die Beredsamkeit des Leibes" vom 13. Mai
bis ". Juli in der Wiener Albertina präsentiert wird.
Im Rahmen dieser Veranstaltung sind Arbeiten (Performances,
Installationen) von drei Künstlern, zu sehen und zu hören,
die später in Radioversion auch in der Sendung "Kunstradio-Radiokunst"
auf Ö1 vorgestellt werden.
Einer dieser Künstler ist Arsenije Jovanovic. Sein Interesse
gilt der menschlichen Haut als flächendeckendes Organ höchster
Sensibilität, aber auch als Organ der "Abgrenzung" von der Außenwelt.
Mit seiner Performance, die auch in Form einer Installation und
in dieser Sendung akustisch weiterverarbeitet wird, zeigt Jovanovic
wie "beredsam", wie kommunikationsfähig diese dünne Schale um uns herum ist. Mit einfachen technischen Mitteln macht er sie hörbar, ruft
uns ihre Eigenschaft als Quelle von Geräuschen und akustisch wahrnehmbaren
Mitteilungen ins Bewußtsein. "Einst war die Haut des Menschen ein
wichtiges Hörorgan. Seine Haut kann sich sträuben, zittert, kann
empfindungslos werden und Geräusche erzeugen. Es gibt einige Phänomene, die der Mensch besser mit seiner Haut hören kann als mit seinen Ohren.
Die Grenzen der Haut sind nicht meßbar, sie wechseln ständig,
sowohl in der Form als auch in der Größe; die inneren Grenzen bleiben
ebenso wie die äußeren - den Blicken verborgen.... "
Die Haut ist .... "ein Instrument des Hörens, des unmittelbaren
Verstehens, die Haut als geistiges und musikalisches Wunder".