von Andrew Yencken
von Christoph Cargenlli und Peter Szely
Das akustische Umfeld des Hörers wird in die radiospezifische Komposition miteinbezogen. Während des Sendevorgangs wird die Akustik der räumlichen Situation der Empfänger aufgezeichnet. Dieses Material - bestehend aus gesendete Programm plus Umfeldakustik während der Übertragung durch die verschiedenen Empfängermedien (Hifi-Anlage, Kofferradio, Autoradio, Walkman, etc.) - wird in weiterer Folge als Basismaterial für den dritten und letzten Teil des Projekts verwendet.
Im zweiten Teil von "Radiomutationen" wird das erste Stück von Christof Cargnelli gesendet. Diese Übertragung wird mittels DAT-Recorder an verschiedenen Orten (auf der Straße, in einem Lokal, in einer Wohnung, etc.) aufgezeichnet. Aus den Aufnahmen entstehen neue Radiostücke, aus denen eine Vielfalt von verschiedenen Empfangssituationen und akustischen Spezifika der unterschiedlichen Übertragungsmedien herauszuhören ist. Durch das Hinzufügen von weiteren Ebenen (akustisches Umfeld der Empfänger, hörbare Eigenheiten der Empfangsmedien, akustisch wahrnehmbare Reaktionen und Äußerungen der Rezipienten) wird die ursprüngliche Komposition von Christoph Cargnelli Transformationen unterworfen. Damit erhält sie einen virtuellen Charakter: als "work in progress" - als "mutierende Radiokomposition".
