Schon in früheren Radiokompositionen ("Concerto Grosso Balcanico") betonte Arsenije Jovanovic die besondere Bedeutung des "elektronischen Transits" des Originaltones, die Umwandlung von "Materiellem zu Immateriellem". Der Hörer vermag die Quelle des Tones nicht mehr zu erkennen. Die Verbindung zwischen dem objekt, von dem die Geräusche ausgehen - in diesem Hörstück etwa die Motoren - und den in der Komposition wahrzunehmenden Tönen bleibt im Verborgenen.
"Der semantische Tod des Originaltones" - so der Autor - ist aber nur ein scheinbarer: "Der/die HörerIn (...) hört einen Ton, dessen Bedeutung seiner /ihrer Phantasie überlassen bleibt, aber er/sie kann sich seiner unmittelbaren Wirkung nicht entziehen....".
Diese Wirkung im Unterbewußtsein löst Bilder und Assoziationen aus, die dem Hörer/der Hörerin von "FORMULA 1" die akustisch wahrnehmbare Atmosphäre derartiger insezenierter Männlichkeits- und Tapferkeitsrituale, in denen mit physischer Gewalt und Tod spekuliert wird, vermitteln.
