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Karl-Sczuka-Preis 2004 http://www.swr2.de/sczuka


Jon Rose (http://www.kunstradio.at/BIOS/rosebio.html) erhält Karl-Sczuka-Preis 2004


Karl Szuka Förderpreis des Jahres 2004 an Oswald Eggers "tuning, stumm"

Produktion: Österreich 1 Kunstradio gesendet am 18. 7. 2004


http://www.swr.de/swr2/hoerspiel/karl-sczuka-preis/archiv/2004/index.html

http://www.kunstradio.at/2004A/18_07_04.html


Preisverleihung am 16. Oktober bei Donaueschinger Musiktagen


Baden-Baden. Der 1951 geborene australische Komponist, Violinist und Performancekünstler Jon Rose erhält den vom Südwestrundfunk gestifteten und mit 12.500, Euro dotierten Karl-Sczuka-Preis 2004 für Hörspiel als Radiokunst. Rose erhält die Auszeichnung für sein Hörstück „Skeleton in the Museum“ („Skelett im Museum“). Als eines der letzten Auftragswerke für den Radiokunst-Workshop ‚The Listening Room’ wurde das Stück von der Australian Broadcasting Corporation am 13. Oktober 2003 urgesendet. Die Autorenproduktion entstand nach Aufnahmen und historischen Tondokumenten im Grainger-Museum in Melbourne, das mit der Hinterlassenschaft des Komponisten Percy Grainger (1882- 1961) frühe Pionierarbeit auf dem Feld der akustischen Kunst dokumentiert.


Den Karl-Sczuka-Förderpreis in Höhe von 5.000,- Euro erhält der 1963 in Lana/ Südtirol geborene Schriftsteller Oswald Egger für seine ORF-Produktion „tuning, stumm“, die am 18. Juli 2004 vom ‚Österreich 1 Kunstradio’ urgesendet wurde. Die Preisverleihung durch SWR-Hörfunkdirektor Bernhard Hermann findet statt am 16. Oktober um 9.30 Uhr im Rahmen der Donaueschinger Musiktage. Die Laudatio wird Jurymitglied Frank Kaspar halten. Am 17. Oktober wird neben dem Preiswerk von Jon Rose auch das Förderpreiswerk von Oswald Egger zu hören sein.


Die unabhängige Jury unter Vorsitz des Literaturwissenschaftlers Klaus Ramm gab für ihre Entscheidung folgende Begründung: „Der Australier Percy Grainger (1882-1961), eine der originellsten Außenseiterfiguren in der angelsächsischen Musikszene des frühen 20. Jahrhunderts, Komponist, Klaviervirtuose und Erfinder, stiftete zu Lebzeiten in Melbourne sein eigenes Museum, dem er testamentarisch sein Skelett als Exponat vermachte. ‚Skelett im Museum’ nennt der Australier Jon Rose (geb. 1951), Komponist, Violinvirtuose und Erfinder, seine Hommage an den fast vergessenen Landsmann – eine akustische Spurensuche, die als Rundgang durch das Grainger-Museum inszeniert ist. In ständigem Wechsel musikalischer und dokumentarischer Spielformen entsteht ein facettenreiches Künstlerporträt, respektlos, liebevoll und von exzentrischer Komik.“


Neben Klaus Ramm gehörten der Jury an: der Schriftsteller Marcel Beyer, der Medienkritiker Frank Kaspar, sowie als Musikexperten die Kritikerin Monika Lichtenfeld und der Musiktheater-Regisseur und frühere Freiburger Musikhochschulrektor Johann-Georg Schaarschmidt. Die Jury hatte in diesem Jahr 95 Werke zu beurteilen, die von 124 Bewerberinnen und Bewerbern aus 19 Nationen eingereicht worden waren, darunter mehrere Realisationsteams. Die Zahl der Einreichungen kam damit auf den höchsten Stand seit Stiftung des Preises (2002: 72; 2003: 86). Den zweithöchsten Stand erreichte die Zahl der 36 eingereichten Autorenproduktionen (2002: 32; 2003: 38). Dabei hat die Zahl der jüngeren Bewerber deutlich zugenommen.


Der 1955 vom Südwestfunk Baden-Baden gestiftete Karl-Sczuka-Preis ist benannt nach dem SWF-Hauskomponisten der ersten Nachkriegsjahre. Seit 1967 wir er jährlich vergeben, seit 1972 findet die Verleihung im Rahmen der Donaueschinger Musiktage statt. Laut Satzung prämiert der Karl-Sczuka-Preis die „beste Produktion eines Hörwerks, das in akustischen Spielformen musikalische Materialien und Strukturen benutzt“.


Informationen zu den Preisträgern:

Jon Rose: http://www.jonroseweb.com/a_jonrose_biography http://www.abc.net.au/arts/adlib/about.htm

Oswald Egger: http://www.kunstradio.at/BIOS/oswaldeggerbio.html

http://www.suhrkamp.de/autoren/egger/egger_bio.htm


Preisverleihung (im Rahmen der Donaueschinger Musiktage 2004)

Samstag, 16. Oktober 2004, 9.30 Uhr

Museum Lichtspiele, Brigachweg 2, 78166 Donaueschingen

Preisverleihung durch SWR-Hörfunkdirektor, Bernhard Hermann, Laudatio: Frank Kaspar

(Zweitveranstaltung am 17. Oktober, 9.30 Uhr, mit Präsentation von Preiswerk und Förderpreiswerk)


Sendetermine zum Karl-Sczuka-Preis 2004

26. Oktober, 23.00 Uhr, SWR2 Klangraum: ars acustica

Das Preiswerk und Ausschnitte der Verleihung


2. November ab 23.00 Uhr, SWR2 Klangraum: ars acustica

Das Hörspiel vom Hörspiel 2004

Johann-Georg Schaarschmidt präsentiert Beiträge aus dem Wettbewerb


Weitere Sendetermine zum Karl-Sczuka-Preis

14 Oktober, 21.03 Uhr, SWR2 RadioArt: Hörspiel-Studio

„Die Sinnlichkeit der Mikrokosmen“

Porträt des Karl-Sczuka-Preisträgers 2003, Asmus Tietchens von Iris Drögekamp


4. November, 21.03 Uhr, SWR2 RadioArt: Hörspiel-Studio

„Il tempo cambia – Die Zeiten ändern sich“ – I-Ging-Miniaturen von Stefano Giannotti

Sendung des Karl-Sczuka-Preiswerk 2002 in einer Abfolge nach Option der Internetbenutzer


Weitere Informationen zu Karl-Sczuka-Preis im Internet unter http://www.swr2.de/sczuka



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