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   Reden Folge 24, Sendezeit: SONNTAG, 14.Oktober 2007, 23:05, Ö1

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Credits Besetzung (Rollen in Klammern)
Autorin: Lukas Cejpek
Titel: Reden
Produktion: ORF
Ton: Anton Reininger
Regie: Lucas Cejpek
Illustrationen: Annette Sonnewend
Peter Faerber (Kommissar Fuchs)
Barbara Gassner (Ida Schnell)
Michou Friesz (Die Schöne)
Hannes Thanheiser (Der Stotterer)



FOLGE 24 - Reden

Kommissar FUCHS
Reporterin IDA SCHNELL
Der STOTTERER
Die SCHÖNE


Szene 1
Brunos Likörboutique, Opernarie
FUCHS: Alle glauben, Mord ist mit großen Gefühlen verbunden. Das Gegenteil ist der Fall. Die niedrigsten Instinkte sind im Spiel, wenn jemand umgebracht wird.
SCHNELL: Sie sprechen von Psychologie.
FUCHS: Ich rede von Fakten. Davon verstehen Sie nichts.
SCHNELL: Sie sehen die Dinge zu nüchtern. Laut: Bruno, einen Doppelten für den Herrn Kommissar! Und für mich einen Malt!
FUCHS: Sie wollen etwas von mir.
SCHNELL: Natürlich, was glauben Sie?


Szene 2
Kommissariat, Uhrenticken
Fuchs: Sagen Sie endlich die Wahrheit!
SCHÖNE: Die Lüge ist doch viel schöner, Herr Oberkommissar.
Schnell: Natürlich.
FUCHS: Schnell!
SCHNELL: Solange sie mit uns spricht.


Szene 3
Zeitung aufschlagen, Redaktion
FUCHS liest: ICH GESTEHE ALLES natürlich.
SCHNELL: Was wollen Sie mehr?
FUCHS: Sie schreiben doch nur, was Sie wollen.
SCHNELL: Was alle lesen wollen.
FUCHS: Immer das gleiche.


Szene 4
Wohnzimmer, Stöhnen
STOTTERER: Kennengelernt hab ich sie am Telefon.
SCHNELL: Natürlich.
STOTTERER: Sie hatte eine schöne Stimme.
FUCHS: Und dann haben Sie sie getroffen.
STOTTERER: Natürlich.
Schnell: Sie waren enttäuscht! Also durfte sie nicht aufhören zu reden.


Szene 5
Baustelle, Mischmachine
FUCHS: Das ist wirklich schlimm.
SCHNELL: Das kann ich nicht bringen.
FUCHS: Natürlich.
SCHNELL: Zumindest nicht mit Bild.
FUCHS: Dann müssen Sie alles beschreiben, und zwar im Detail.
Gewitter, Eisentür auf


Szene 6
Garage, draußen Gewitter
SCHNELL: Jetzt sind wir allein.
FUCHS: Das weiß ich auch. Donner von draußen.
SCHNELL: Fuchs!
FUCHS schaut sich um: Das ist wirklich trostlos.
SCHNELL: Sie beleidigen mich. FUCHS: Das ist nicht meine Absicht. Beginnt zu stöbern.
SCHNELL: Nein?
FUCHS stöbert: Gibt es hier nichts zu trinken?
SCHNELL: Wenn wir nicht miteinander schlafen, was tun wir dann?
FUCHS unterbricht sich: Miteinander reden.
SCHNELL: Das tun wir doch die ganze Zeit.
FUCHS: Natürlich. Stöbert weiter.
SCHNELL: Aber wozu?
FUCHS: Es könnte uns helfen.
SCHNELL: Ich brauche keine Hilfe. Im Abgehen: Ich brauche einen Mann!