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   Pingpong Folge 8, Sendezeit: SONNTAG, 11. März 2007, 23:05, Ö1

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Credits Besetzung (Rollen in Klammern)
AutorInnen: Ilse Kilic und Fritz Widhalm
Titel: Pingpong
Produktion: ORF
Ton: Anton Reininger
Regie: Lucas Cejpek
Illustrationen: Thomas Kussin
Peter Faerber (Kommissar Fuchs)
Barbara Gassner (Ida Schnell)
Petra Mitschitczek (Eva Jarolim, Tischtennislandesvizemeisterin)



FOLGE 8 - Pingpong

Kommissar FUCHS
Reporterin IDA SCHNELL
Tischtennislandesvizemeisterin EVA JAROLIM


Szene 1
In Brunos Likörboutique
SCHNELL (überfreundlich): Sie wirken etwas deprimiert, Herr Kommissar. Kann ich Ihnen helfen?
FUCHS: Manchmal ist selbst ein hartgesottener Kriminalist wie ich fassungs­los. Alles kann zur Mordwaffe werden, sogar ein harmloser Tischtennisball.
SCHNELL (unehrlich, man merkt ihr an, dass sie einerseits überrascht ist, andererseits auf mehr Informationen aus ist): Nein!
FUCHS: Ich frag mich, wie man an einem Tischtennisball ersticken kann. Da muss doch eine Fremdeinwirkung vorliegen. Aber wie?


Szene 2
In einer Tischtennishalle, Tischtennisgeräusche.
EVA JAROLIM: Ich kann mir schon vorstellen, warum Sie da sind.
FUCHS: Steht es vielleicht schon in der Zeitung?
SCHNELL (schnell): Kann man an einem Tischtennisball ersticken?
FUCHS (ärgerlich): Ich stelle hier die Fragen!
EVA JAROLIM (gelassen und wie auswendig gelernt) : Ein Tischtennisball ist hohl, rund, hat einen Durchmesser von 40 Millimeter und wiegt 2,7 Gramm. Lässt man ihn aus einer Höhe von 30 Zentimeter auf den Tischtennistisch fallen, dann muss er 23 Zentimeter hoch springen. Ein Tischtennisball muss sehr robust sein und große Belastungen aushalten, er kann bis zu 200 Stundenkilometer schnell werden und sich bei Schlägerberührung um bis zu 20 Prozent verformen.



Szene 3
Auf der Straße, Fuchs und Schnell gehen nebeneinander, wobei Fuchs sehr flott geht und Schnell sich bemühen muss, Schritt zu halten.
SCHNELL (etwas ausser Atem): Für die Jarolim leg ich die Hand ins Feuer, sie ist schließlich unsere Tischtennislandesvizemeisterin. Wer ist eigentlich das Opfer?
FUCHS: Das Opfer heißt Florian Birko. Gefunden im eigenen Bett mit einem im Hals steckenden mattgelben Tischtennisball. Was sagen Sie jetzt?
SCHNELL (auf und davon): Ich muss telefonieren!


Szene 4
Ida Schnell und Eva Jarolim stehen an der Bar in Brunos Likörboutique.
EVA JAROLIM: Florian Birko hatte eine Karriere vor sich. Er konnte in einer Minute einen Tischtennisball 55 Mal gegen eine Wand spucken und mit dem Mund wieder auffangen. Der Weltrekord im Tischtennisballspucken liegt bei 52 Mal.
SCHNELL (schnell): Morgen steht es in der Zeitung.
EVA JAROLIM: Der Inhaber des Weltrekords im Tischtennisballspucken ist Birkos älterer Bruder Heinz Birko.
FUCHS (betritt Brunos Likörboutique und unterbricht das Gespräch): So eine Überraschung, die Frau Jarolim ist auch hier! – Einen Doppelten, Bruno, ich bin im Dienst!
EVA JAROLIM (setzt fort, ohne Fuchs zu beachten): Florian Birko verwendete immer blassgelbe Bälle.
SCHNELL (schnell): Morgen steht es in der Zeitung.
EVA JAROLIM: Er trainierte gerne vor dem Einschlafen. Wenn er mit dem Ball im Mund eingeschlafen ist …
SCHNELL (schnell und aufgeregt): … musste sein Bruder nur ein bisschen nachhelfen.
FUCHS: Die Damen wissen mehr als ich?
SCHNELL & JAROLIM (kichernd): Morgen steht es in der Zeitung.